E L T E R N V E R E I N E

 Rechtliche Grundlage:  Schulunterrichtsgesetz § 63

 

 §63.(1) Die Schulleiter haben die Errichtung und die Tätigkeit von Elternvereinen zu fördern, die satzungsgemäß allen Erziehungsberechtigten von Schülern der betroffenen Schule zugänglich sind.

 §63.(2) Die Organe des Elternvereines können dem Schulleiter und dem Klassenvorstand Vorschläge, Wünsche und Beschwerden mitteilen; der Schulleiter hat das Vorbringen des Elternvereines zu prüfen und mit den Organen des Elternvereines zu besprechen.


 

 Gesetzliche Regelungen können aber nur rechtliche Rahmenbedingungen schaffen. Ein Elternverein ist immer dann lebendig, wenn sich seine Mitglieder durch Mitarbeit aktiv einbringen. Echte Schulgemeinschaft entsteht dort, wo alle Beteiligten sich bemühen eine breite Gesprächsbasis zu schaffen und das Ziel, die erfolgreiche Ausbildung unserer Jugend, nie aus den Augen verlieren. Der Elternverein bietet so eine Plattform. Dort können Meinungsunterschiede bereinigt, klare Zielvorstellungen formuliert und der Schulleitung vorgebracht werden, um erfolgreich ein Zusammenwirken aller zu erreichen.

 1.Wahrung der Elterninteressen hinsichtlich der schulischen Bildung

  • Abgaben von Vorschlägen, Wünschen, Beschwerden und Stellungnahmen
  • Herstellung und Pflege der Partnerschaft zwischen Erziehungsberechtigten, Schülern und Schule
  • In Schulen mit Klassen-/ Schulforum: Bestellung des Wahlvorsitzenden und Erstattung eines Wahlvorschlages für die Wahl der KlassenelternvertreterInnen und deren Stellvertreter. In Schulen mit Schulgemeinschaftsausschuss: Entsenden der ElternvertreterInnen in dieses Gremium (siehe 285. Verordnung des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Sport vom 31. Mai 1988 über die Wahl der Klassenelternvertreter)
  • Unterstützung der Eltern beim Geltendmachen ihrer Rechte
  • Förderung des Unterrichtes durch enge Zusammenarbeit mit den Lehrenden
  • Beratung der Eltern bei Schulrechts-, Beihilfen und Stipendienfragen.
  • Hilfe und Unterstützung für bedürftige Schüler (unter Ausschluss jeder regelmäßigen Fürsorge)

2.Wahrung des Erziehungsrechtes der Eltern

  • Unterstützung der Erziehungsaufgabe der Schule im Sinne der Bestimmungen des §2 SchOG unter Wahrung des primären Erziehungsrechtes der Eltern.
  • Förderung positiver Erziehungseinflüsse ( z.B. Jugendschutz) und Abwehr negativer Einflüsse (z.B. Suchtmittel, Gewalt) in Zusammenarbeit mit der Schule.
  • Wahrnehmung von Möglichkeiten zur Weiterbildung der Eltern auf dem Gebiet der Bildung und Erziehung.

3.Aktive Mitarbeit durch

  • schriftliche und mündliche Weitergabe von Anliegen der Elternschaft an die Schulleitung
  • Mitwirkung in den Schulgemeinschaftseinrichtungen
  • Unterstützung der Klassen/ElternvertreterInnen in der Schulgemeinschaft
  • Unterstützung der Bemühungen in Bezug auf Schulwegsicherung, Schülerbeförderung und Tagesbetreuung, sowie in Bezug auf Ausstattung der Schule

(Einrichtung von Schulbibliotheken, Schulgärten und-Freiräumen, u.v.a.m.)

  • Abhaltung von Informationsabenden, Kursen, Tagungen für die Elternbildung und Elternberatung
  • Veranstaltung von Vorträgen bildender Art und anderen den Vereinszweck fördernden Veranstaltungen
  • Herausgabe von Druckerzeugnissen, die den Zweck des Vereins fördern.

4.Nicht zu den Aufgaben des Elternvereines gehören

  • Wahrnehmung parteipolitischer Aufgaben und Ziele
  • Ausübung schulbehördlicher Aufgaben
  • Ausübung von Aufgaben der Schulaufsicht
  • Wahrnehmung von Aufgaben sozialer Fürsorge

5.Mitglieder

Mitglieder eines Elternvereins können grundsätzlich nur die Erziehungsberechtigten von Kindern sein, die die betreffende Schule besuchen. Sie haben das Recht, an den Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen, haben ein Stimmrecht und das aktive und passive Wahlrecht.